Aktuelle Themen


Oktober 2011 - Stress, Unsicherheit, fehlende Work-Life-Balance - die Arbeitszufriedenheit in Deutschland geht weiter zurück. Deutsche Arbeitnehmer sind heute signifikant unzufriedener mit ihrem Job als noch vor knapp 20 Jahren. Das hat die Universität Duisburg-Essen im Rahmen einer groß angelegten Studie ermittelt (Vgl. IAQ-Report 2011-03). Im Europäischen Vergleich liegt Deutschland auf der Zufriedenheitsskala nur noch auf Platz 18 (von insgesamt 23 bewerteten Staaten).

Auffällig: Neben der Schweiz, Österreich und Belgien ist die Arbeitszufriedenheit vor allem in den skandinavischen Ländern extrem hoch. Dänemark steht auf Platz eins der Skala, Finnland auf Platz drei, Norwegen und Schweden belegen die Plätze sechs und sieben.

Ursächlich für die Unzufriedenheit in Deutschland sind lt. Studie vor allem eine zunehmende Arbeitsbelastung, Probleme bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, geringe Lohnsteigerungen sowie eine wachsende Unsicherheit hinsichtlich der eigenen beruflichen Zukunft.
___


September 2011 - Wer mobbt, wer wird gemobbt, wer mobbt zurück? Im Interview mit heute.de beschreibt ein Mobbing-Experte, wie er dereinst „zurück-gemobbt“ hat – als Ultima Ratio. Aber welche Optionen gibt es noch, wo kann evtl. die Personalentwicklung ansetzen, damit Mobbing gar nicht erst entsteht?

Über die sehr speziellen Soft Skill-Profile der „Täter“ hinaus: Wir sehen in den betroffenen Unternehmen, dass auch die gemobbten Kollegen ganz bestimmte Verhaltensweisen mitbringen, die an sich gut gemeint sind, über die sie aber eine gewisse „Opferbereitschaft“ ausstrahlen.

Die Aufgabe der Personalentwicklung: Analyse der Kompetenzprofile, Identi-fikation der „Anfälligkeiten“ und Gegensteuerung durch gezielte "Coaching-Maßnahmen" auf individueller Ebene.
___


August 2011 - Burnout und Führungsstil. Zum Thema „Burnout“ ist Autorin Corinna Schöps in einem Stern-Artikel "der Erschöpfung auf der Spur". Unter anderem beleuchtet Sie darin „die zentrale Rolle der Chefs“: Danach sehen Fachleute in einer Schulung der Vorgesetzten auf einen entsprechenden Führungsstil eine zentrale Rolle für die Eindämmung bzw. Verhinderung arbeitsbedingter Stressleiden.

Wichtig, so die Autorin weiter, sei auch, daß Arbeitgeber und Arbeitnehmer gut zusammenpassen. Autoritäre Chefs begünstigten, bedingt u.a. durch die Verweigerung von Anerkennung und eine schlechte Kommunikation, das „ausbrennen“ der Mitarbeiter.

Ein in diesem Sinne Burnout-vermeidender Führungsstil ist folglich kein Selbstzweck. Vielmehr geht es um einen verantwortungsvollen und motivierenden Umgang mit den Mitarbeitern. Die direkten und indirekten Folgekosten Burnout-bedingter Produktionsausfälle belaufen sich lt. einer Studie auf jährlich rund 3,3 Mrd. Euro.

In diesem Kontext eröffnet die Analyse der Soft Skills von Mitarbeitern und Führungskräften unterschiedliche Möglichkeiten: auf der Mitarbeiterebene zeigt sie auf, welche Faktoren (besonders) stressauslösend wirken, Führungskräfte bekommen ein klareres Bild ihres eigenen Führungsstils.

Der Abgleich beider Seiten macht deutlich, welche Faktoren im gegenseitigen Wechselspiel Burnout-begünstigend wirken und wo die Personalentwicklung ansetzen muss, um eine positive Atmosphäre zu schaffen, die für den einzelnen nicht nur die Freude und den Sinn der eigenen Arbeit erhöht, sondern im oben beschriebenen Kontext auch hilft, Burnout zu vermeiden.
___


Juni 2011 - Berufliche Neuausrichtung. "Wenn die Arbeit sinnlos ist, nähert sich auch das Leben der Sinnlosigkeit" (Abraham Maslow).

Die wachsenden Belastungen des beruflichen Alltags lassen in vielen von uns den Wunsch reifen, sich diesem Druck nicht noch weitere 10, 15 oder mehr Jahre aussetzen zu wollen.

Wo auch immer die Ursachen für entsprechende Überlegungen liegen, es fehlt häufig der richtige „Einstieg“ in die aktive Umsetzung einer gedanklich womöglich schon skizzierten Neuorientierung.

Wir unterstützen Sie als Privatperson auf Ihrem Weg der beruflichen Neuausrichtung. Mehr dazu ab sofort unter berufliche-neuausrichtung.de
___



Februar 2011 - Interview mit Thomas Bothe, Trainer und Coach, zur Bedeutung und den Besonderheiten aktiver Kommunikation.

Herr Bothe, was ist aktive Kommunikation, was versteht man darunter?

Neben der gezielten Vermittlung der eigenen Botschaft beinhaltet aktive Kommunikation vor allem aufmerksames Zuhören und die tatsächliche Absicht, zu verstehen und verstanden zu werden.

Worauf kommt es bei aktiver Kommunikation an, was sind die Schlüsselfaktoren für erfolgreiche Aktive Kommunikation?

In erster Linie auf die Absicht, "verstehen" zu kreieren. Ein guter Zuhörer kann dem Sender sogar helfen, aus einer gedanklichen Raupe einen Schmetterling zu machen.

Ein schlechter Zuhörer macht aus dem Sender einen mehr oder weniger ins Leere "labernden Deppen" - nicht nur scheinbar, sondern für den Moment auch tatsächlich. Dass Unternehmer Ihren Leuten Gehälter zahlen und sie dann zu Deppen machen, ist nur eine der seltsamen Begleiterscheinungen inkongruenter Mitarbeiterführung.

Warum ist aktive Kommunikation für Unternehmen bzw. für Mitarbeiter im Unternehmen so wichtig?

Hauptsächlich wegen der kollektiven Lernwirkung. Aktive Kommunikation kreiert kollektive Intelligenz und taktische Spritzigkeit im Umgang mit Umständen und Hindernissen.

Gepaart mit einer guten Firmenstrategie, in der das Gelernte auch strategisch wertvoll ist, entsteht eine unentbehrlich spezifische und schwer nachahmbare Kompetenz für den Kunden.

Kann man aktive Kommunikation erlernen bzw. trainieren und wenn ja, wie?

Ja, man kann es erlernen. Zuallererst muss man verstehen lernen, was "verstehen" bedeutet. Denn wenn ich das nicht weiss, dann höre ich zu früh oder zu spät auf, zuzuhören oder zu reden.

Kommunikation mit oder ohne tatsächliches "verstehen" ist für einen desinteressierten Laien kaum zu unterscheiden. Der Interessierte sieht den Unterschied allerdings sofort, und zwar am Resultat.

Das ist wie beim Golfen, vergleichen Sie einen Drive von 50 Metern mit einem von 250 Metern bei gleichem Zeit- und Kraftaufwand. Natürlich kann man Aktive Kommunikation trainieren, genau so wie eine Sportart. Genau das ist es, was wir im Aktive Communication Training (ACT) tun.

Und was ist das besondere an diesem Trainingskonzept?

Kurz gesagt bedeutet ACT: Intensives und präzises Training in einer "Arena" mit Motivierten und Gleichgesinnten und mit einem Workshopleiter, der weiss was er tut.